Aufhören zu rauchen

Ein Erfahrungsbericht der rauchend geschrieben wird…

Unterstützung für zukünftige Nichtraucher

Morgen, morgen!

Es gibt wirklich einen Haufen Präparate und Hilfsmittel, die die Rauchentwöhnung unterstützen sollen. Prinzipiell, scheint es drei Ansätze zu geben:

  • Nikotin
  • Ablenkung / Simulation gewohnter Bewegungen bzw. oraler Reiz
  • Hypnose, Akupunktur, Zauberei

Heute beschäftigen wir uns mit dem Nikotin:

Nikotin ist die süchtigmachende Substanz im Zigarettenrauch. Prinzipiell nicht gesundheitsschädlich (ja, wir wissen, die Dosis macht das Gift) Nikotin ist eine Art Nervengift und wirkt direkt auf unser Gehirn. Der Konsum von Nikotin bewirkt die Ausschüttung von Adrenalin, Dopamin und Serotonin. Adrenalin…da kann sich jeder etwas darunter vorstellen, Dopamin ist ein Glückshormon und Serotonin ist eine Art Botenstoff des zentralen Nervensystems. Alles in Allem, als Laie, behaupte ich: Nikotin macht kurzfristig leistungsfähig und GLÜCKLICH. Und genau das ist das Problem.

Nikotin wird relativ schnell abgebaut, 72 Stunden nach der letzten Zigarette, ist der Körper nikotinfrei. Entzugserscheinungen: sicher! Ich erspare Euch das medizinische blabla und erzähle über mich:


Was mir offensichtlich am meisten zu schaffen macht, ist das Fehlen des Glückshormons. Ohne Zigarette erscheint mir das Leben langweilig und traurig. Die Depression winkt und grinst mir ins Gesicht. Das führt zu Verstimmungen…ich bin einfach grantig, unleidlich und gereizt: Das EINZIG Schöne in meinem Leben ist fort…die Zigarette. (wie blöd ist das denn?)

Nikotin gilt als Substanz mit extrem hochem Suchtpotential. (höher als Kokain) Dumm ist auch, dass Nikotin den Wunsch nach immer mehr Nikotin erzeugt, in immer kleiner werdenden Intervallen.  Obwohl das Nikotin schnell abgebaut wird, sind die Rezeptoren im Gehirn erst nach drei Wochen wieder im “Normalbetrieb”.  Ich stelle mich als darauf ein, dass die ersten drei Wochen die härtesten werden.

Warum also nicht Nikotin zuführen und die schädlichen Stoffe des Rauchens weglassen?

Der Nikotinkaugummi:

Ja! Den habe ich probiert! Das war ein geiles Erlebnis. Zuerst hatte ich Sorge, dass die Kaugummi mehr kosten als die Zigaretten. Die Sorge war begründet aber nicht relevant, denn: Ich habe so ein Ding oral zugeführt (in den Mund gesteckt ;-) ) und mit Verwunderung festgestellt, dass es einen beißenden, unangenehmen Geschmack hat. Beim Kauen ist es immer schlimmer geworden und dann, als ich es nicht mehr ausgehalten habe und ihn ausgespuckt habe, kam das Beste: Mir ist unglaublich übel geworden. Fazit: Für mich ist das nix!

Das Nikotinpflaster:

Auch sehr teuer! Hab mir das Ding auf den Bauch geklebt und gedacht: Jetzt bist du Nichtraucher. Geh bitte! Ich habe überhaupt keinen Effekt gemerkt, bis auf einen: Das Teil hinterlässt häßliche Klebespuren auf meinem Bauch. In der Anleitung steht: Rauchen Sie ja nicht zusätzlich zum Pflaster, sonst explodiert ihnen der Kopf und sie kotzen sich die Eingeweide raus. Hab ich probiert. Kopf ist noch da, Eingeweide sind noch drin. Wenn Ihr kotzen wollt, empfehle ich den Kaugummi.

Es gibt ein Nikotin-Spray! DAS habe ich noch nicht probiert, bestelle es gleich und werde darüber berichten.

Während des Verfassens dieser Zeilen habe ich zwei Zigaretten geraucht…



7. May 2010 at 10:16 Comments (0)

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