Aufhören zu rauchen

Ein Erfahrungsbericht der rauchend geschrieben wird…

Unterstützung für Nichtraucher 2

Ahoi!

Niokotin haben wir also besprochen, für mich ist es weder Hilfe, noch Lösung, das Nikotin in reiner Form zuzuführen. (Siehe Teil 1)

  • Nikotin
  • Ablenkung / Simulation gewohnter Bewegungen bzw. oraler Reiz
  • Hypnose, Akupunktur, Zauberei

Ablenkung / Simulation / oraler Reiz:

Auch das habe ich schon probiert, sogar in hoch technischer Form. Zu kaufen gibt es alle möglichen Steckerln, die man sich dann in den Mund steckt, um den Vorgang des Rauchens zu simulieren. Bei den relativ billigen Varianten, inhaliert man nichts, oder einen Mentholgeschmack. Der Sinn darin sollte sein, dass man bei Bedarf immer etwas in der Hand hat, bzw. im Mund hat. Der Schnuller für den Erwachsenen. Ich bin mir sicher, dass die gewohnten Bewegungen und das herumlutschen an einer Zigarette (oder Steckerl) ein wesentlicher Punkt der Sucht ist. Es ist halt einfach eine Gewohnheit.

Aber rauchen tut das Ding halt nicht! Tja, auch dafür gibt es eine Lösung und ich habe fast € 100,– investiert, um das auszuprobieren: Die elektronische Zigarette!

 elektronische Zigarette mit echtem Rauch

Keine Ahnung, wie das Gesetzt zur Zeit aussieht, aber vor einem Jahr, als ich mir das Ding gekauft habe, war es in Österreich nicht zum Verkauf zugelassen. Die Versprechung “No lung cancer” (Kein Lungenkrebs) ist vielleicht etwas problematisch!? Wie auch immer, auf Ebay kriegt man ja alles und nach drei Tagen lag das Teil vor mir. Edel verpackt, mit ein paar Kartuschen gefüllt mit einer Flüssigkeit, die Nikotin enthält. Es gibt auch Kartuschen ohne Nikotin, nur mit Geschmack und Flüssigkeit. So ein Koimbigerät, das eigentlich alles bietet (Look einer Zigarette, Nikotin, Rauch…) müsste doch DIE Lösung sein!?


Also schnell mal den Akku aufladen (abschraubbar, das Teil, wo bei einer Zigarette der Tabak drinnen wäre) eine Kartusche rein und probieren! Wow! Das Ding hat sogar eine LED vorne dran, die leuchtet, wenn man zieht. Die Kartusche sitzt vor (im) Mundstück und liefert Flüssigkeit an den Verdampfer. Heraus kommt: RAUCH! Ja, das Teil funktioniert. Ja, das Teil ist geruchsneutral und man kann damit überall paffen. Ich habe es fast den ganzen Tag im Mund gehabt und fröhlich geraucht, im “Wissen”, dass ich hier etwas überaus gesundes für meinen Körper tue. ;-)

Technische Probleme: Nach einem Monat wird der Akku immer schwächer. Dann funktioniert der Verdampfer nicht mehr so richtig gut und der Spaß ist nur mehr halb so groß. Da ich nicht dauernd neue Kartuschen kaufen wollte, habe ich dieselben selber nachgefüllt. Mit Wasser. Der (gefühlte) Effekt war der selbe. Es raucht. Von Anfang an gabe es aber immer ein anderes Problem:

Es ist halt keine Zigarette, anzünden muss man es auch nicht. Also habe ich hie und da eine ordentliche geraucht. Dann habe ich hie und da die elektrische verwendet…und dann lag sie nur mehr herum.

Fazit: So ein Stengel, wie technisch ausgereift er auch sein mag, macht mich nicht zum Nichtraucher. Für mich muss es heißen: Die Tätigkeit, der Orale Reiz und alles was damit zu tun hat muss abgelegt werden, nicht simuliert. Schade.


8. May 2010 at 11:23 Comments (0)

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